Alpsee-Umrundung – ein Tipp für Allgäu-Urlauber

Wie kann man am Besten den Schloss-Besuch in Hohenschwangau nochmal Revue passieren lassen? Genau – mit einer Alpsee-Umrundung. Es ist keine schwierige Tour, das gleich vorab.

Ich beginne meine Tour am untersten Parkplatz (P4). Dafür müsst ihr zunächst an den ganzen Touristenströmen vorbei. Wenn ihr nach Hohenschwangau rein fahrt, haltet ihr euch rechts. Ihr seht zunächst die ganzen Imbissstände und Souvenirläden, Menschenmassen und das Ticketcenter. Langsam vorbei fahren und vor dem “Stadl” rechts runter. Ihr seht rechts über den Köpfen das Schloss Hohenschwangau. Aktuell kostet der Parkplatz 7 € für 6 Stunden. Andere Parkmöglichkeiten sind jedoch auch nicht günstiger.

Ihr lauft nun aus dem Parkplatz raus, haltet euch rechts und  richtet euch nach der Beschilderung.

Auf den Schildern ist der Rundweg angeschrieben. Ihr lauft jetzt den Touristenströmen entgegen, die sich das Schloss Hohenschwangau gerade angeschaut haben. Übrigens gibt es dort mehr zu sehen, wie im Schloss Neuschwanstein – es ist absolut einen Besuch wert.
Wenn ihr links in den Wald eingestiegen seid, könnt ihr auf einer Aussichtsplattform einen schönen Überblick über den Alpsee erhaschen.
Jetzt zeig ich euch einfach ein paar Fotos von der Umrundung – es ist zunächst einfach nur ein schöner Blick auf den See, der schon bald mit einem Blick auf das Schloss Neuschwanstein, auf das Museum der Bayerischen Könige und irgendwann auch mit dem Blick aufs gelbe Schloss Hohenschwangau belohnt wird.
Ihr kommt nach ca. 1 1/2 Stunden (kommt natürlich darauf an…) an das schöne Strandbad. Eintritt: 3 €
Jetzt öffnet sich so langsam der wirklich atemberaubende Blick auf den schönen Alpsee. Einerseits zunächst der Blick auf das Strandbad und je weiter ihr wieder in Richtung der Besucherströme kommt, auch der Blick auf und in den Alpsee.
Wenn ihr dann noch auf dem Alpsee bisschen “schippern” wollt, könnt ihr euch ein Tretboot oder ein Ruderboot ausleihen. Die Preise sind aber (wie ich finde) sehr saftig. Stand heute: 10 € für eine halbe Stunde. Bei einer halben Stunde ist aber natürlich noch nicht viel passiert… Aber bestimmt ein Erlebnis. Und wenn man sich die Besucher anschaut, in Asien ein bekannter Instagram-Hotspot.

Fazit: Wenn ihr schon da seid und Zeit habt… Lasst bei der kleinen “Wanderung” ein bisschen eure Seele baumeln, genießt die Ruhe und lasst euch auf einer der vielen Bänke nieder und genießt die schöne Aussicht.

Das Wichtigste in Kürze:

– Strecke: ca. 6 Kilometer
– Dauer: ca. 2 Stunden
– ca. 230 Höhenmeter
– Fahrrad und Kinderwagen kann ich nicht empfehlen
– bei schönem Wetter Badesachen mitnehmen
– leichtes Schuhwerk zu empfehlen (Trekkingschuhe, zur Not gehen auch Turnschuhe mit gutem Profil)

Fotos sind mit der Fuji XT-20 entstanden. Objektiv: 18-55 / 2.8-4

Projekt: Dörfer des Allgäus

Das Allgäu ist mit vielen wunderbaren kleinen Dörfern und Weilern übersäht. Jedes Dorf hat seinen eigenen Reiz und vor allem die schönen Kirchen und Kapellen zeigen den Stolz jeder Gemeinde. Ich habe mir schon seit vielen Monaten Gedanken über ein eigenes kleines Projekt gemacht, das einen interessanten Einblick  in das Allgäu bieten soll. In den nächsten Monaten erscheinen deshalb hier und auf meinen Social-Media Seiten Fotos, die Euch einen tieferen Einblick geben.

 

 

 

Mehr auf meiner Seite…

 

Grias di Allgäu Sommer 2019

Werbung – auch in eigener Sache: In der neuen Grias-di-Allgäu-Ausgabe Sommer 2019
findet ihr ab sofort im Mittelteil mein Foto vom Vilsalpsee auf einer Doppelseite.

Ein Bild ist einfach erst ein richtiges Bild, wenn es gedruckt wurde.

Erfahrungsbericht zur Fujifilm XT 20

Lange Zeit habe ich mit einer Canon 100D „gearbeitet“. Mein Upgrade war dann die gute (und mittlerweile alte) Canon 80D, welche mir für meine Wanderungen aber irgendwann zu schwer wurde. Meistens habe ich meine Kamera an der Hüfte (in der Cosyspeed-Tasche) dabei und die Canon war mit dem 18-135 IS USM für lange Wanderungen einfach viel zu schwer. Auch das 10-18mm Weitwinkel hat es nicht besser gemacht. Also habe ich mich nach einer leichten und guten Alternative umgesehen. Am Schluss bin ich bei der Fujifilm XT 20 gelandet. Warum Fuji? Ich glaube mir hat vor allem der „Style“ der Kamera gefallen. Und ja, sie sieht einfach verdammt gut aus. In schwarz fällt sie überhaupt nicht auf, was gerade für Streetfotografie ideal ist.

Spürbar war für mich von Anfang an, dass ich anders mit der Kamera arbeite. Anders als zuvor mit den Canon’s. Der Body-Klappdisplay und die Leichtigkeit der Kamera haben sich auch auf meine Bilder ausgewirkt. Klar. Die 80D hat auch ein Klappdisplay, aber damit arbeitet man nochmal anders.

Ich bin ehrlich gesagt kein Fan von den schwenkbaren Displays von Canon(also das nach außen klappbare Display). An der Fuji ist es einfacher, auch mal in der Hocke unauffällig den Display zu klappen.

Auch die Rädchen geben mir das Gefühl, ganz „ursprünglich“ und irgendwie analog zu arbeiten.

Und das Wichtigste ist natürlich die Bildqualität. Hier merkt man tatsächlich einen Unterschied. Der 80D-Sensor war für mich ein gewaltiger Sprung zur alten Technik der 100D. Aber die Fuji war für mich nochmal ein Sprung nach vorn. Einerseits ist klar – Lightroom unterstützt den besonderen Sensor der Fuji nicht so richtig. Aber wenn man am Schärferegler nur sehr vorsichtig hantiert, hat man keine Probleme damit. Mehr Dynamik, die Schärfe des Standardobjektivs reicht zunächst völlig aus und bei höherem ISO habe ich auch in den RAW-Dateien weniger Rauschen. Und das spürt man.

Quelle: http://www.photonstophotos.net/Charts/PDR.htm

Beim Dynamikumfang ist bei ISO 200 (ist bei der XT20 der Basis-ISO-Wert) der Wert sogar gleich zur Vollformatkamera von Canon.

An die Menü-Führung habe ich mich ehrlich gesagt immer noch nicht gewöhnt, da ist Canon einfacher. Aber wenn man mal seine Grundeinstellungen vorgenommen und alle Tasten nach Belieben belegt hat, kommt man gut damit klar.

Bin ich also zufrieden? Klares ja.

Ob ich mir den Nachfolger – die XT 30 – kaufen werde? Nein.
Der 24 Mega-Pixel-Sensor reicht mir aus und in der Landschaftsfotografie ist der schnelle Autofokus der XT-3/XT-30 völlig egal.

Da die Handhabung der Fuji bei Portrait aber leider wirklich unpraktisch ist, werde ich mir dafür noch eine andere Kamera zulegen. Was beim Wandern sehr schön ist (klein, leicht, einfache manuelle Bedienung), ist beim Portrait-Shooting einfach gar nicht mehr praktisch. Ich bin deshalb schon seit Monaten am überlegen, was hier für mich in Frage kommt.

Vor einigen Wochen hatte ich mir mal die Canon 6 D II ausgeliehen. War aber irgendwie nicht glücklich damit. Vielleicht wird es eine Canon R oder eine RP. Vielleicht auch eine Panasonic S1 oder die Nikon Z6. Was bleibt, ist die Frage, in welches System ich zukünftig investieren will. Klar ist für mich, dass ich das Rauschverhalten bei höheren ISO-Werten möglichst gering halten will, weshalb ich mit Vollformat meine Ausrüstung ergänzen möchte. Das Rauschen ist der Faktor, der mich teilweise einfach zu sehr stört. Ich spreche hier nicht von der Landschaftsfotografie. Hier arbeite ich immer mit dem niedrigsten ISO-Wert. Stativ. Und es passt.
Aber bei Innenaufnahmen ist man sofort bei ISO 1600 aufwärts. Gemerkt hatte ich dies bei einer Hochzeit. Da kannst du mit einem kleinen Sensor einfach nicht die beste Qualität liefern. Der Unterschied zum Vollformat ist spürbar und der APSC-Sensor hat auch bei Fuji seine Grenzen.

Fazit:

Für alle Landschaftsfotografen kann ich die XT-20 ohne Einschränkungen empfehlen. Es hat mir noch nie so viel Spaß gemacht mit einer Kamera zu arbeiten.