Erfahrungen mit der Fuji X-E4

Fuji X-E4

Seit einigen Wochen darf ich die Fuji XE-4 mein Eigen nennen. Diesen Sommer ausführlich bei einem Hamburg-Trip getestet, teile ich hier meinen Eindruck. Das ist kein Test, sondern mein persönlicher Eindruck zur selbst gekauften Kamera.

Welche Vorerfahrungen mit Fuji bringe ich mit?

Ich bin seit 3 Jahren mit der Fuji XT20 unterwegs und fotografiere dabei mit dem Standard-Zoom 18-55 2.8-4, der Festbrennweite XF23 f2 (~70%) und dem Walimex 12mm f2. Meine Hauptkameras sind von Canon (EOS R/RP), die ich für Aufträge, Peopleshootings und meine Allgäu-Landschaftsaufnahmen verwende. Die Fuji XT20 war bisher immer bei Wanderungen und Städtetouren dabei.

Was hat mich zum Kauf der X-E4 animiert?

Ein Update der XT20 sollte her. Am Ende hat mich die X-E4 angesprochen, da der Style, das Gewicht, die Größe und die Möglichkeit meine Objektive weiter zu verwenden überzeugt hat.
Die Alternativen waren die X100V oder die XT3. Mit der X100V bin ich aber weniger flexibel und die XT3 wäre dann schon wieder zu groß und zu schwer.

Unterschiede zur XT20?

Vorteile X-E4

  • Haptisch: Die Qualität und Materialien der XE4 sind deutlich hochwertiger.
  • Sie ist flacher und einen ticken kleiner – ein echtes Schmuckstück.
  • Der Autofokus ist deutlich treffsicherer wie bei der XT20.
  • Der Display ist hochauflösender und macht deutlich mehr Spaß bei der Betrachtung der Bilder.

Nachteile X-E4

  • Die XE4 hat weniger Funktionsknöpfe im Angebot und ich kann den Fokus (Autofokus/manueller Fokus) nicht mehr einfach an der Front verstellen, sondern muss ins Menü gehen.
  • Ohne Zusatzgriff würde die Kamera deutlich schlechter in der Hand liegen.

Bildqualität

Gibt es große Unterschiede zur XT20? Wenn der Fokus sitzt, dann nicht. In Kombination mit der tollen Festbrennweite XF23 sind die Bilder der XE4 aber überragend gut. Gestochen scharf, schöne Farben (ich verwende Velvia und bearbeite dann auf dieser Farbgrundlage die Bilder in Lightroom weiter) und mit richtig gutem Dynamikumfang. Bin ich mit den Ergebnissen zufrieden? Klares Ja. Da bei der X-E4 der Fokus nun tatsächlich IMMER sitzt, ist dies auch ein deutlicher Unterschied zu den XT20 Ergebnissen. Hier ein paar Beispiele:

Helligkeitsunterschiede können vom Sensor gut aufgefangen werden.
Die Velvia-Farben können ebenfalls in Lightroom schön nachgearbeitet werden. Reserven sind da.
Beispiel bei ISO 160: Lichter auf -100, Tiefen auf +100 (Bearbeitung in Adobe Lightroom)
Nochmal im Detail: Ein bisschen Rauschen ist bei ISO160 und +100 in den Tiefen zu erkennen. Die Details aber weiterhin vorhanden. Hier gibts nix zu meckern.

Unterschiede zum Vollformat?

Bei ISO160 sehe ich keine deutlichen Vorteile für den Vollformatsensor meiner Canon EOS R.
Die Dynamik des 26 Megapixel-Sensors ist super und der Gewichtsvorteil der APS-C Kamera überwiegt gegenüber den Vollformat-Kameras.
Negativ: Auffällig ist aber schon ab ISO 800, dass beim Aufhellen sehr viel weniger Details herausgearbeitet werden können und das Rauschen deutlich zunimmt. Alle Ergebnisse bis ISO 400 sind aber wirklich sehenswert. Beispiele:

ISO 400
Im Detail: Ja, es rauscht bei ISO400. Details sind aber weiterhin vorhanden.
Aufgenommen bei ISO 800. Jetzt wirds beim Aufhellen langsam kritisch.
Das Rauschen ist aber deutlich sichtbar und Details gehen verloren. Also: Einfach ein Stativ nutzen und keine Experimente eingehen. Aber für einen Schnappschuss gehts auch so.

Fazit

Würde ich die Kamera wieder kaufen? Ja. Sie hat mich bei meiner Tour durch Hamburg nicht im Stich gelassen und tolle Bildergebnisse geliefert.
Für leichte Touren oder Fotowalks eine perfekte Kamera. Von mir gibts eine klare Empfehlung für alle Reise- oder Hobbyfotografen. Was braucht man mehr?

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